DSV



Deutsche
Standard-Wellensittich-Züchter-Vereinigung
e.V.




Vereinssatzung

(beschlossen am 19. Mai 2001)

Deutsche Standard-Wellensittich-Züchter-Vereinigung e.V. (DSV)

Vereinssatzung


§1 Name, Sitz und Rechtsform
I. Der Verein führt den Namen "Deutsche Standard-Wellensittich-Züchter-Vereinigung
e.V.".
II. Der Sitz der Vereinigung ist Oberhausen.
III. Die Vereinigung ist im Vereinsregister eingetragen.

§2 Zweck der Vereinigung
Zweck der Vereinigung ist die Förderung und Entwicklung der Standard-Wellensittichzucht. Dies wird erreicht insbesondere durch
I. Wahrung und Schutz der gemeinsamen Interessen der Mitglieder als Aussteller und
Züchter.
II. Information der Öffentlichkeit über die Ziele und Aktivitäten des Vereins.
III. Herausgabe der Zeitschrift DSV-Nachrichten.
IV. Herausgabe eigener Fußringe.
V. Pflege der Beziehungen zu anderen Wellensittich-Züchter-Vereinen im In- und
Ausland.
VI. Veranstaltung von mindestens einer Bewertungs-Ausstellung auf Bundesebene für
die Mitglieder.
VII. Förderung von Wellensittich-Ausstellungen.
VIII. Einflußnahme auf die Mitglieder, ihre Wellensittiche und anderen Vogelarten unter
optimalen Bedingungen zu halten, zu ernähren und zu züchten, daß die Gesundheit
und das Wohlbefinden der Vögel gefördert wird.
IX. Förderung Jugendlicher in der Haltung und Zucht von Wellensittichen und bei der
Beteiligung an Ausstellungen.
X. Förderung der wissenschaftlichen Forschung über Wellensittiche.
XI. Förderung der Organisation regionaler Strukturen des Vereins.
XII. Vertretung der deutschen Wellensittich-Züchter in der World Budgerigar
Organisation.
XIII. Anerkennung herausragender Leistungen auf dem Gebiet der Standard-
Wellensittichzucht.
XIV. Allgemeine Förderung der Vogelzucht, besonders der vom Aussterben bedrohten
Arten.
Die Tätigkeit erfolgt auf gemeinnütziger Basis und dient nicht in erster Linie eigenwirtschaftlichen Zwecken. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins.

§3 Wirkung der Satzung
Neben dieser Vereinssatzung gelten folgende Regelwerke:
I. Geschäftsordnung
Die Geschäftsordnung regelt die Vorgänge zwischen und innerhalb der Organe des
Vereins. Insbesondere werden die Zuständigkeiten, Vertretungen und Fristen
festgelegt.
Änderungen der Geschäftsordnung können nur durch den Gesamtvorstand mit
mindestens 2/3-Mehrheit seiner Mitglieder beschlossen werden.
II. Ausstellungs-Richtlinien
Die Ausstellungs-Richtlinien bestehen aus der Schauordnung und den Regeln für
das Richten.
In den Ausstellungs-Richtlinien sind alle Bedingungen für die Vorbereitung,
Durchführung und Abschluß der DSV-Bundesschau geregelt. Eingeschlossen sind
die Regelungen über den Züchterstatus und das Richtsystem.
Änderungen der Ausstellungs-Richtlinien werden durch das Fachgremium
vorbereitet und im Gesamtvorstand mit mindestens 2/3-Mehrheit seiner Mitglieder
beschlossen. Anträge für Änderungen der Ausstellungsrichtlinien können erfolgen:
a) durch Antragstellung eines oder mehrerer Mitglieder auf einer
Mitgliederversammlung durch einfache Mehrheit
b) durch Beschlußfassung mit einfacher Mehrheit der Organe
b1) Gesamtvorstand
b2) Preisrichtertagung
b3) Ortsgruppentagung
III. Preisrichterordnung
Die Preisrichterordnung definiert die Anforderungen an Preisrichter, regelt die
Ausbildung zum Preisrichter, fördert die Weiterbildung und regelt den Ablauf und
die Mindestanforderungen bei Verpflichtungen von Preisrichtern.
Änderungen der Preisrichterordnung sind auf Antrag eines oder mehrerer
Preisrichter durch Beschlußfassung der Preisrichtertagung mit mindestens 2/3-
Mehrheit der Stimmen möglich.
IV. Standard
Der Standard regelt alle Festlegungen für den idealen Wellensittich.
Dies betrifft die bildliche Darstellung und Beschreibung des Ideals, die
Farbmusterbeschreibungen, Farbgruppen-Einteilungen und Ausstellungskäfig.
Änderungen des Standards werden durch das Fachgremium vorbereitet und im
Gesamtvorstand mit mindestens 2/3-Mehrheit seiner Mitglieder beschlossen.
Anregungen für Änderungen der Ausstellungsrichtlinien können erfolgen:
a) durch Antragstellung eines oder mehrerer Mitglieder auf einer
Mitgliederversammlung durch einfache Mehrheit
b) durch Beschlußfassung mit einfacher Mehrheit der Organe
b1) Gesamtvorstand
b2) Preisrichtertagung
b3) Ortsgruppentagung
V. Disziplinarordnung
Die Disziplinarordnung definiert Verstöße und legt die möglichen Sanktionen fest.
Die Disziplinarordnung regelt die Verfahrensabläufe für die Entgegennahme von
Mitteilungen über einen Verstoß, dessen Bearbeitung im Gremium für
Disziplinarfragen und den Katalog möglicher Sanktionen.
Änderungen der Disziplinarordnung können nur durch die Mitgliederversammlung
mit mindestens 2/3-Mehrheit der Stimmen beschlossen werden.
Bei Verstößen gegen die Vereinssatzung und die vorstehend aufgeführten
Regelwerke sieht die Disziplinarordnung Sanktionen vor, die je nach Schwere des
Verstoßes sein können:
a) Außerkraftsetzung eines Beschlusses
b) Belehrung oder Verwarnung
c) Geldbuße in Höhe vom ein- bis sechzigfachen eines Jahresbeitrags
d) Ruhen von einem bis zu allen Mitgliedsrechten bis zur Dauer von 5 Jahren
e) Ausschluß aus dem Verein.
Gegen Beschlüsse des Gremiums für Disziplinarfragen kann Widerspruch eingelegt
werden. Über den Widerspruch entscheidet der Ehrenrat endgültig.

§4 Mitgliedschaft
I. Mitglieder des Vereins können alle natürlichen Personen werden.
II. Zur Aufnahme in den Verein ist ein Antrag in schriftlicher Form zu stellen. Über die
Annahme des Aufnahmeantrags entscheidet der geschäftsführende Vorstand.
Die Aufnahme wird im Vereinsorgan DSV-Nachrichten bekanntgegeben. Innerhalb
4 Wochen nach Veröffentlichung kann durch jedes Mitglied der Aufnahme in den
Verein unter Darlegung der Gründe widersprochen werden. Über diesen
Widerspruch entscheidet der Gesamtvorstand innerhalb 4 Wochen endgültig.
Die Aufnahme in den Verein ist rechtskräftig, wenn nach Ablauf der vorgenannten
Fristen die Aufnahmegebühr und der Jahresbeitrag entrichtet wurden.
Der Rechtsweg in allen Fragen zur Aufnahme in den Verein ist ausgeschlossen.
III. Nicht in den Verein aufgenommen werden Personen, die
a) wegen Tierdiebstahl, Tierquälerei, Betrug bei An- und Verkauf von Tieren
während der letzten 5 Jahre vor Antrag auf Aufnahme in den Verein
rechtskräftig verurteilt wurden.
b) während der letzten 10 Jahre aus dem Verein ausgeschlossen wurden.

§5 Beendigung der Mitgliedschaft
Die Mitgliedschaft im Verein endet durch
I. Tod
II. Austritt. Der Austritt ist nur zum Ende des Kalenderjahres möglich. Der Austritt ist in
schriftlicher Form bis zum 30. September des Jahres an die Geschäftsstelle des
Vereins zu erklären.
III. Ausschluß. Zum Ausschluß muß ein wichtiger Grund vorliegen. Über einen
Ausschluß entscheidet das Gremium für Disziplinarfragen.
Wichtige Gründe für einen Ausschluß sind
a) Nichterfüllung der Pflichten als Mitglied.
b) Rechtskräftige Verurteilung wegen Tierdiebstahls, Tierquälerei oder Betrug
bei An- und Verkauf von Vögeln.
c) Wiederholte Schädigung des Ansehens des Vereins.
d) Vorsätzliche oder wiederholte Verletzung der Vereinssatzung.
Der Ausschluß wird dem Auszuschließenden durch den Sprecher des Gremiums für
Disziplinarfragen in schriftlicher Form mit Begründung für den Ausschluß und einer
Rechtsbehelfsbelehrung mitgeteilt. Der Auszuschließende hat das Recht, innerhalb
von 1 Monat nach Erhalt des Ausschlusses den Ehrenrat des Vereins anzurufen.
Der Ehrenrat prüft die Gründe für den Ausschluß und entscheidet endgültig über
eine Aufrechterhaltung oder Aufhebung des Ausschlusses. Für die Anfechtung der
Entscheidung des Ehrenrates ist der Rechtsweg offen.
Nach rechtskräftigem Ausschluß aus dem Verein erlöschen alle Rechte und Pflichten
mit sofortiger Wirkung.

§6 Ehrenmitgliedschaft
I. Auf Vorschlag des Gesamtvorstands oder von mindestens 10 Mitgliedern können
Personen, die sich um den Verein besonders verdient gemacht haben, durch
Mehrheitsbeschluß der Mitgliederversammlung zu Ehrenmitgliedern auf Lebenszeit
ernannt werden.
II. In einem Jahr darf höchstens einer Person die Ehrenmitgliedschaft verliehen
werden.
III. Ehrenmitglieder müssen bei ihrer Ernennung mindestens das Alter von 50 Jahren
erreicht haben und seit mindestens 20 Jahren ununterbrochen Mitglied im Verein
sein.
IV. Die Anzahl der Ehrenmitglieder darf höchstens 7 Personen betragen.
V. Für Ehrenmitglieder besteht keine Beitragspflicht.

§7 Rechte und Pflichten der Mitglieder
I. Durch die Mitgliedschaft erkennt jedes Mitglied die Satzung uneingeschränkt an.
II. Jedes Mitglied erhält eine Mitgliedsnummer. Die Vergabe der Mitgliedsnummer ist
in der Geschäftsordnung geregelt.
III. Jedes Mitglied ist verpflichtet, Adressenänderungen innerhalb von vier Wochen der
Geschäftsstelle mitzuteilen. Alle Post des Vereins geht an die zuletzt gemeldete
Anschrift.
IV. Jedes Mitglied des Vereins hat das Recht zum Bezug der offiziellen geschlossenen
Fußringe für Wellensittiche und andere Vogelarten. Auflagen des Gesetzgebers
sind hierbei zu beachten.
V. Jedes Mitglied ohne Beitragsrückstand oder festgelegte Sanktionen durch das
Gremium für Disziplinarfragen hat das Recht, an den Veranstaltungen des Vereins
teilzunehmen. Hierzu zählen die Mitgliederversammlung und die jährliche
Bundesschau.

§8 Wellensittich-Fußringe
I. Jedes Mitglied hat das Recht, beim Verein geschlossene Wellensittich-Fußringe zu
beziehen und zu benutzen.
II. Die Fußringe sind amtlich anerkannt. Die Lieferung erfolgt nur an Mitglieder, die
eine gültige amtliche Zuchtgenehmigung besitzen und den Jahresbeitrag entrichtet
haben.
III. Die Wellensittich-Fußringe sind mit der Kodierungs-Nummer des Mitglieds im
Verein gekennzeichnet. Weiter enthalten die Fußringe die letzten zwei Ziffern der
Jahreszahl sowie eine fortlaufende Numerierung.
IV. Die Farbe der Fußringe wird in Übereinstimmung mit der WBO (World Budgerigar
Organisation) festgelegt.
V. Jedem selbstgezüchteten Wellensittich darf nur ein einziger Fußring mit der
Kodierung des Züchters angelegt werden. Der Fußring gilt als Nachweis der
Selbstzucht für die Dauer der Mitgliedschaft im Verein.
VI. Jedwede Manipulationen an den Fußringen gelten als wichtiger Grund im Sinne des
§5, Absatz III.
VII. Bestellung, Preis und Auslieferung der Fußringe sind durch die Geschäftsordnung
geregelt.

§9 Zuchtgemeinschaften
I. Die Mitglieder des Vereins können sich zu Zuchtgemeinschaften
zusammenschließen.
II. Zuchtgemeinschaften bestehen in der Regel aus zwei Mitgliedern des Vereins. Bei
Mitgliedern, die in häuslicher Gemeinschaft leben, können mehr als zwei eine
Zuchtgemeinschaft bilden.
III. Der Antrag auf Gründung oder Auflösung einer Zuchtgemeinschaft muß an die
Geschäftsstelle formlos in schriftlicher Form gestellt werden. Der Antrag ist von
allen Teilen der Zuchtgemeinschaft zu unterschreiben. Gründung, Anerkennung
und Änderungen werden jeweils zum folgenden 1. März wirksam.
IV. Mitglieder von Zuchtgemeinschaften dürfen bei allen Ausstellungen des Vereins
und seiner Gruppierungen nur als Zuchtgemeinschaft ausstellen.
V. Die Regelungen für die Anerkennung, Beendigung, Änderung sowie
Ausstellerstatus sind in der Geschäftsordnung und den Ausstellungs-Richtlinien
festgelegt.

§10 Ortsgruppen, Arbeitsgemeinschaften und Ortsgruppentagung
I. Ortsgruppen und Arbeitsgemeinschaften
a) Die Mitglieder des Vereins können sich zu Ortsgruppen zusammenschließen.
b) Ortsgruppen müssen bei der Gründung aus mindestens fünf Mitgliedern des
Vereins bestehen.
c) Die Ortsgruppe fuhrt im Namen den Ort oder die Region der Mehrheit ihrer
Mitglieder.
d) Auf Antrag oder bei Absinken der Mitgliederzahl auf unter drei ruhen die
Aktivitäten und Rechte der Ortsgruppe gegenüber dem Verein.
e) Ruht eine Ortsgruppe länger als zwei Jahre, verliert sie ihre Anerkennung
durch den Verein.
f) Die Ortsgruppen wählen aus der Mitte ihrer Mitglieder einen Vorsitzenden
sowie einen Stellvertreter. Diese Wahl findet mindestens alle drei Jahre statt.
Für die Wahl wird ein Wahlprotokoll erstellt und an die Geschäftsstelle des
Vereins gegeben.
g) Die Ortsgruppen können sich eine Satzung geben. Bei Ortsgruppen ohne
eigene Satzung gelten die Grundregeln der Satzung des Vereins und der
mitgeltenden Regelwerke entsprechend. Satzungen der Ortsgruppen dürfen
der Satzung des Vereins nicht widersprechen.
h) Die Mitglieder des Vereins können sich zu Arbeitsgemeinschaften
zusammenschließen. Die Bestimmungen für die Gründung und Anerkennung
gelten wie für Ortsgruppen entsprechend.
Ziel einer Arbeitsgemeinschaft kann die Förderung spezieller Bereiche des
Vereinszwecks betreffen.
h1) Förderung bestimmter Farbschläge beim Wellensittich
h2) Förderung des Vereinszwecks in bestimmten Regionen
h3) Die Anerkennung als Arbeitsgemeinschaft des Vereins erfolgt auf
Antrag an den Gesamtvorstand
h4) Die Arbeitsgemeinschaft führt im Namen das Ziel der beabsichtigten
Förderung
II. Ortsgruppentagung
a) Die Ortsgruppentagung ist die Versammlung der Vertreter der aktiven
Ortsgruppen und anerkannten Arbeitsgemeinschaften.
b) Aktive Ortsgruppen sind gemeldete und vom Gesamtvorstand bestätigte
Ortsgruppen, die nicht ruhen.
c) Die Ortsgruppentagung tagt jährlich mindestens einmal. Teilnahmeberechtigt
sind zwei Vertreter jeder Ortsgruppe und jeder Arbeitsgemeinschaft.
d) Die Einladung zur Ortsgruppentagung und die Tagungsleitung erfolgt durch
den Gesamtvorstand.
e) Die Tagesordnungspunkte der Ortsgruppentagung sind mindestens:
e1) Bericht des Gesamtvorstands
e2) Regionale Entwicklung der DSV
e3) Termin-Koordination
e4) Fördermaßnahmen zu den Zielen des Vereins
e5) Wahl von 2 Kandidaten für den Gesamtvorstand
(alle 3 Jahre, vor der jeweiligen Vorstandswahl)
f) Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der Anwesenden gefaßt, wobei je
Ortsgruppe und je Arbeitsgemeinschaft zwei Stimmen gelten.
g) Mitglieder des Gesamtvorstands haben ein Teilnahmerecht an der
Ortsgruppentagung, haben jedoch kein Stimmrecht, es sei denn, sie nehmen
als Vertreter für eine Ortsgruppe oder einer Arbeitsgemeinschaft teil

§11 Preisrichter und Preisrichtertagung
I. Die Preisrichtertagung ist die Versammlung der Preisrichter und der anerkannten
Preisrichter-Anwärter des Vereins.
II. Preisrichter des Vereins sind alle Mitglieder, die entsprechend der
Preisrichterordnung als Preisrichter des Vereins anerkannt sind.
III. Die Preisrichtertagung tagt jährlich mindestens einmal. Teilnahmeberechtigt sind
die anerkannten Preisrichter des Vereins sowie die anerkannten Preisrichter-
Anwärter.
IV. Auf Beschluß des Preisrichterobmanns oder der Preisrichtertagung können weitere
Personen teilnehmen.
V. Bei Abstimmungen haben nur anerkannte Preisrichter des Vereins Stimmrecht.
VI. Die Einladung zur Preisrichtertagung und die Tagungsleitung erfolgen durch den
Preisrichterobmann.
VII. Die Tagungsordnungspunkte der Preisrichtertagung sind mindestens:
a) Bericht des Preisrichterobmanns
b) Aus- und Weiterbildung der Preisrichter und Anwärter
c) Bundesschau
d) Wahl des Kandidaten für den Gesamtvorstand (Preisrichterobmann)
(alle drei Jahre)
VIII. Der Preisrichterobmann ist technischer Leiter der Bundesschau.

§12 Mitgliederversammlung
I. Die ordentliche Mitgliederversammlung findet jährlich statt. Ort, Zeitpunkt und
Tagesordnung werden mindestens sechs Wochen vorher in den DSV-Nachrichten
bekanntgegeben.
II. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung wird einberufen
a) Aufgrund eines Beschlusses des Gesamtvorstands
b) Auf Verlangen von mindestens 25 % der Mitglieder des Vereins, in jedem
Fall sind 100 Mitglieder ausreichend.
III. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung nach §12, Absatz II b ist innerhalb
von sechs Wochen einzuberufen, dabei müssen zwischen der Einladung und dem
Termin der Mitgliederversammlung mindestens 3 Wochen liegen.
IV. Die Mitgliederversammlung ist die höchste Instanz des Vereins.
V. Teilnahme- und stimmberechtigt sind alle Mitglieder des Vereins ohne
Beitragsrückstand.
VI. Jedes Mitglied hat das Recht, Anträge zu stellen. Anträge an die
Mitgliederversammlung sind den Mitgliedern rechtzeitig zugänglich zu machen.
VII. Von jeder Mitgliederversammlung wird ein Protokoll erstellt. Mindestinhalt des
Protokolls sind die Anzahl der erschienenen Mitglieder sowie die Beschlüsse. Der
Protokollführer wird vom Gesamtvorstand benannt. Das Protokoll wird vom
Protokollführer und vom 1. Vorsitzenden unterzeichnet und in den DSV-Nachrichten
veröffentlicht. Es gilt als genehmigt, wenn innerhalb vier Wochen nach der
Veröffentlichung keine schriftlichen Einsprüche erhoben werden. Über Einsprüche
entscheidet die nachfolgende Mitgliederversammlung.
VIII. Die Mitgliederversammlung entscheidet, unbeschadet weiterer in der Satzung
festgelegten Zuständigkeiten, über:
a) Satzungsänderungen
b) Wahl des Gesamtvorstands von sieben Mitgliedern, davon
b1) 4 Mitglieder aus der Mitgliederversammlung
b2) 1 Mitglied auf Vorschlag der Preisrichtertagung
b3) 2 Mitglieder auf Vorschlag der Ortsgruppentagung
c) Entgegennahme der Berichte des Gesamtvorstands, der Geschäftsstelle,
der Revisionskommission und des Ehrenrates
d) Entlastung des Gesamtvorstands sowie weiterer Funktionsträger
e) Wahl der Revisionskommission
f) Wahl des Ehrenrates
g) Höhe des Jahresbeitrags und der Aufnahmegebühr
h) Ernennung von Ehrenmitgliedern
Satzungsänderungen müssen mit mindestens Zweidrittel der Stimmen der
stimmberechtigten, anwesenden Mitglieder beschlossen werden. Alle anderen
Beschlüsse werden, sofern nicht anders festgelegt, mit einfacher Mehrheit der
Stimmen gefaßt. Anträge auf Änderung der Satzung müssen mindestens 6 Wochen
vor der Mitgliederversammlung durch Veröffentlichung in den DSV-Nachrichten
bekanntgemacht werden.
IX. Der Vorstand wird auf die Dauer von drei Jahren gewählt.
Die Wahl kann als Direktwahl, Briefwahl oder aus einer Kombination beider
Verfahren durchgeführt werden.

§13 Geschäftsjahr und Beiträge
I. Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr vom 1. Januar bis 31.
Dezember.
II. Die Höhe des Jahresbeitrags und der Aufnahmegebühr werden durch die
Mitgliederversammlung festgesetzt.
Die Aufnahmegebühr ist von jedem neu aufgenommenen Mitglied zu zahlen.
Der Jahresbeitrag ist von jedem Mitglied in voller Höhe bis zum 31. März zu
entrichten.
Jugendliche, die bis zum 31. März noch nicht das 16. Lebensjahr vollendet haben,
sind von der Beitragszahlung freigestellt.
III. Mitglieder, die bis zum 31. März noch nicht das 24. Lebensjahr vollendet haben und
sich in der Ausbildung befinden und dabei kein oder geringes Einkommen haben,
brauchen auf Antrag nur den halben Beitrag zahlen. Über den Antrag entscheidet
das Gremium für Jugend- und Nachwuchsarbeit.

§14 Der Vorstand
I. Die Führung des Vereins liegt beim Gesamtvorstand. Der Gesamtvorstand kann
Aufgaben an die Vorstandsgremien oder an Einzelpersonen delegieren.
Der Gesamtvorstand ist das zentrale Organ für alle Fragen des Vereins und für
Entscheidungen.
II. Der Gesamtvorstand setzt sich aus sieben Personen zusammen.
III. Der Gesamtvorstand wählt aus seiner Mitte den geschäftsführenden Vorstand im
Sinne des §26 BGB, bestehend aus
a) 1. Vorsitzendem
b) 2. Vorsitzendem
c) 3. Vorsitzendem.
Der Verein wird durch zwei Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands nach
innen und nach außen rechtsverbindlich vertreten.
Der geschäftsführende Vorstand ist an die Beschlüsse des Gesamtvorstands
gebunden.
IV. Scheidet ein Vorstandsmitglied innerhalb der Wahlperiode aus dem Vorstand aus,
so erfolgt eine Nachwahl hierfür auf der nächstmöglichen Mitgliederversammlung.
V. Sinkt die Anzahl der Vorstandsmitglieder des Gesamtvorstands auf unter 5
Personen, so berufen die restlichen Mitglieder des Gesamtvorstands innerhalb von
sechs Wochen eine außerordentliche Mitgliederversammlung ein. Diese
Mitgliederversammlung wählt Ersatzpersonen für die ausgeschiedenen Mitglieder
des Gesamtvorstands.
VI. Die Amtszeit für Mitglieder des Gesamtvorstands, die durch Nachwahlen gewählt
wurden, endet mit der Regel-Amtszeit von drei Jahren der Mitglieder des
Gesamtvorstands. Nachgewählte Mitglieder des Gesamtvorstands haben also
immer eine kürzere Amtszeit als drei Jahre.
VII. Der Vorstand tritt nach Bedarf, mindestens jedoch einmal im Jahr, zusammen. Die
Einladung erfolgt mindestens 10 Tage vor dem Termin durch den 1. Vorsitzenden
unter Bekanntgabe von Termin, Ort und Tagesordnung.
VIII. Von jeder Sitzung des Gesamtvorstands wird ein Protokoll erstellt.
IX. Der Gesamtvorstand entscheidet in Fragen der Geschäftsordnung, den
Ausstellungs-Richtlinien (Richtbedingungen und Schauordnung) und über den
Standard mit mindestens Zweidrittel-Mehrheit seiner Mitglieder.
X. Der Gesamtvorstand wählt die Mitglieder der nachfolgend aufgeführten Gremien.
Mitglieder dieser Gremien sollen vorzugsweise Mitglieder des Gesamtvorstands
sein, es können jedoch auch Mitglieder des Vereins, die nicht Mitglied des
Gesamtvorstands sind, gewählt werden, näheres regeln §19 bis §24. Die Wahl dieser Mitglieder der Gremien muß einstimmig erfolgen.
a) Redakteur der DSV-Nachrichten (§19)
b) Gremium für Natur-, Arten- und Tierschutz (§20)
c) Fachgremium (§21)
d) Gremium für Disziplinarfragen (§22)
e) Gremium für Bundesschau und Ausstellungswesen (§23)
f) Gremium für Jugend- und Nachwuchsarbeit (§24)
XI. Der Gesamtvorstand bestellt die Geschäftsstelle (§15).

§15 Geschäftsstelle
I. Die Geschäftsstelle des Vereins wird durch die Geschäftsstellenleitung geleitet.
II. Die Aufgaben der Geschäftsstelle sind
a) Pflege und Verwaltung des Mitgliederbestands
b) Kassenführung
c) Bearbeitung der Ringbestellungen
d) Versand der DSV-Nachrichten
e) Bearbeitung aller Fragen in Zusammenhang mit Anzeigen für die
DSV-Nachrichten
f) Weiterleitung von Vorgängen an die Organe des Vereins
g) Erstellen des Jahresabschlusses
III. Die Geschäftsstellenleitung soll zu den Sitzungen des Gesamtvorstands eingeladen
werden.

§16 Geschäftsordnung
I. Die Geschäftsordnung regelt die Handlungsabläufe zwischen und innerhalb den
Organen des Vereins.
II. Die Geschäftsordnung legt die Zuständigkeiten und Vertretungen der Organe des
Vereins sowie Zeitabläufe und Fristen für Geschäftsvorgänge fest.
III. Änderungen der Geschäftsordnung sind nur durch Beschluß des Gesamtvorstands
mit mindestens Zweidrittel-Mehrheit seiner Mitglieder möglich.

§17 Revisionskommission
I. Die Revisionskommission besteht aus 3 Mitgliedern des Vereins und wird von der
Mitgliederversammlung für die Dauer von drei Jahren gewählt.
II. Die Revisionskommission wählt aus ihrer Mitte einen Sprecher, der der
Empfangsberechtigte für alle Mitteilungen und Anfragen ist.
III. Die Tätigkeit der Revisionskommission dient der Kontrolle der Einhaltung der
Richtlinien des Vereins, der Satzung, der neben der Vereinssatzung gültigen
Regelwerke, den gefaßten Beschlüssen sowie allgemeinen Rechtsvorschriften.
Schwerpunkt ist die Finanzkontrolle durch Kassenprüfungen.
IV. Die Revisionskommission tagt mindestens einmal im Jahr.
V. Die Revisionskommission berichtet auf der Mitgliederversammlung an die Mitglieder
des Vereins.

§18 Ehrenrat
I. Der Ehrenrat besteht aus 3 Mitgliedern des Vereins und wird von der
Mitgliederversammlung für die Dauer von drei Jahren gewählt.
II. In den Ehrenrat sollen möglichst langjährige, verdiente Mitglieder des Vereins
gewählt werden.
III. Der Ehrenrat wählt aus seiner Mitte einen Sprecher, der der
Empfangsberechtigte für alle Mitteilungen und Anfragen ist.
IV. Aufgabe des Ehrenrates ist
a) die Beilegung von Streitigkeiten zwischen
a1) Mitgliedern und Organen
a2) Organen untereinander
a3) Mitgliedern untereinander
die nicht durch die Satzung zweifelsfrei geklärt sind.
b) die Entscheidung von Fällen des Gremiums für Disziplinarfragen, die zu
keinem Beschluß geführt werden konnten.
V. Der Ehrenrat kann von Mitgliedern oder Organen angerufen werden bei
a) Satzungsverletzung.
Die Satzungsverletzung muß nicht nachgewiesen, sondern glaubhaft
dargelegt werden.
Der Ehrenrat entscheidet in Fällen der Satzungsverletzung.
In Fällen des Einspruchs gegen eine Entscheidung des Ehrenrats
entscheidet die Mitgliederversammlung endgültig.
b) Vorliegen des Abschlußberichts des Gremiums für Disziplinarfragen.
Der Ehrenrat entscheidet in Fällen einer Beschwerde gegen einen Beschluß
des Gremiums für Disziplinarfragen endgültig.
VI. Der Ehrenrat tagt bei Bedarf.
VII. Der Ehrenrat berichtet auf der Mitgliederversammlung an die Mitglieder
des Vereins.

§19 DSV-Nachrichten
I. Die DSV-Nachrichten sind das offizielle Mitteilungsblatt des Vereins. Der Bezug ist
mit dem Jahresbeitrag abgegolten.
II. Die Redaktion der DSV-Nachrichten wird durch ein Mitglied des Gesamtvorstands
ausgeübt. Der Redakteur stellt die DSV-Nachrichten redaktionell zusammen.
III. Die DSV-Nachrichten erscheinen sechsmal jährlich.
IV. Jedes Mitglied des Vereins hat das Recht auf angemessene Veröffentlichung von
Beiträgen und Inseraten.
Beiträge und Inserate werden nur dann veröffentlicht, wenn sie keinen
beleidigenden Inhalt aufweisen sowie den Zielen des Vereins nicht widersprechen.
Für jeden Beitrag in den DSV-Nachrichten muß der Verfasser erkennbar sein.

§20 Gremium für Natur-, Arten- und Tierschutz
I. Das Gremium für Natur-, Arten- und Tierschutz wird durch eine Person des
Gesamtvorstands gebildet.
II. Das Gremium für Natur-, Arten- und Tierschutz arbeitet in Sachen
a) Naturschutz
b) Mitarbeit beim BNA (Bundesverband für fachgerechten Natur- und
Artenschutz e.V.)
c) Tierschutz
und bereitet Beschlüsse für den Gesamtvorstand in diesen Fragen vor.

§21 Fachgremium
I. Das Fachgremium wird durch den Gesamtvorstand aus fünf Personen gebildet.
II. Das von der Preisrichtertagung vorgeschlagene Mitglied des Gesamtvorstands soll
dem Fachgremium angehören.
III. Das Fachgremium wählt aus seiner Mitte einen Sprecher, der der
Empfangsberechtigte für alle Mitteilungen und Anfragen ist.
IV. Das Fachgremium arbeitet in Sachen
a) Themen aus der Mitgliedschaft in der World Budgerigar Organisation
(WBO)
b) Standard
Dies betrifft die bildliche Darstellung und Beschreibung des Ideals, die
Farbmusterbeschreibungen, Farbgruppen-Einteilungen und den
Ausstellungskäfig.
c) Ausstellungs-Richtlinien (Richtbedingungen und Schauordnung)
Dies betrifft die Vorbereitung, Durchführung und Abschluß der Bundesschau,
Züchterstatus und Bewertungssystem.
d) Sonderaufgaben im fachlichen Bereich durch Auftrag des Gesamtvorstands.
V. Das Fachgremium wird tätig durch
a) Beschluß der Mitgliederversammlung auf Grund eines Antrags eines oder
mehrerer Mitglieder
b) Beschluß der Preisrichtertagung, der Ortsgruppentagung oder des
Gesamtvorstands
VI. Das Fachgremium erarbeitet Beschlußvorlagen für den Gesamtvorstand. Die
Annahme dieser Vorlagen kann nur mit mindestens Zweidrittel-Mehrheit der
Mitglieder des Gesamtvorstands erfolgen.

§22 Gremium für Disziplinarfragen
I. Das Gremium für Disziplinarfragen wird durch den Gesamtvorstand aus drei
Personen gebildet. Nur Mitglieder des Gesamtvorstands sind in dieses Gremium
wählbar.
II. Das Gremium für Disziplinarfragen wählt aus seiner Mitte einen Sprecher, der der
Empfangsberechtigte für alle Mitteilungen und Anfragen ist.
III. Das Gremium für Disziplinarfragen klärt in Fällen von Streitigkeiten zwischen
a) Mitgliedern und Organen
b) Organen untereinander
c) Mitgliedern untereinander
die durch die Satzung des Vereins oder durch mitgeltende Regelwerke geklärt sind.
IV. Grundlage für die Arbeit des Gremiums für Disziplinarfragen ist die
Disziplinarordnung.
V. In Fällen, die zu keinem Beschluß des Gremiums für Disziplinarfragen führen, wird
der Vorgang zur Entscheidung an den Ehrenrat gegeben.
VI. In Fällen mit einem Beschluß des Gremiums für Disziplinarfragen können die im
jeweiligen Fall Beteiligten nach Vorlage des Beschlusses den Ehrenrat anrufen. Der
Ehrenrat entscheidet dann endgültig.
VII. Der Sprecher des Gremiums für Disziplinarfragen berichtet über die Arbeit des
Gremiums auf den Sitzungen des Gesamtvorstands.

§23 Gremium für Bundesschau und Ausstellungswesen
I. Das Gremium für Bundesschau und Ausstellungswesen wird durch den
Gesamtvorstand aus drei Personen gebildet.
II. Das von der Preisrichtertagung vorgeschlagene Mitglied des Gesamtvorstands soll
dem Gremium für Bundesschau und Ausstellungswesen angehören und die
Funktion des Sprechers übernehmen.
III. Das Gremium für Bundesschau und Ausstellungswesen wählt aus seiner Mitte
einen Sprecher, der der Empfangsberechtigte für alle Mitteilungen und Anfragen ist.
IV. Aufgabe des Gremiums ist die Vorbereitung, Durchführung und Abschluß der
Bundesschau.
V. Der Sprecher des Gremiums berichtet über die Arbeit auf den Sitzungen des
Gesamtvorstands.

§24 Gremium für Jugend- und Nachwuchsarbeit
I. Das Gremium für Jugend- und Nachwuchsarbeit wird durch den
Gesamtvorstand aus zwei Personen gebildet.
II. Das Gremium wählt einen Sprecher, der der Empfangsberechtigte für alle
Mitteilungen und Anfragen ist.
III. Aufgabe des Gremiums ist die Vorbereitung von Maßnahmen zur Förderung von
Jugendlichen und Anfängern in der Wellensittichzucht, bei der Beteiligung an
Ausstellungen und beim Aufbau von Zuchten.
IV. Das Gremium erarbeitet Beschlußvorlagen für den Gesamtvorstand.

§25 Ehrenamtliche Tätigkeit
I. Alle Organe des Vereins arbeiten ehrenamtlich, eine Vergütung erfolgt nicht.
Lediglich für die Führung der Geschäftsstelle wird eine pauschale
Aufwandsentschädigung gezahlt.
II. Für notwendigen Aufwand bei der Arbeit der Organe des Vereins wie
a) Reise- und Aufenthaltskosten
b) Portokosten
c) Telefonkosten
d) sonstigen Sachkosten
werden die Kosten nach den in der Geschäftsordnung festgelegten Sätzen erstattet.

§26 Auflösung des Vereins
I. Der Verein kann nur durch Beschluß der Mitgliederversammlung laut §41 BGB
aufgelöst werden. Die beabsichtigte Abstimmung über die Auflösung muß
mindestens sechs Wochen vor dem Termin der Mitgliederversammlung
bekanntgemacht worden sein.
II. Der Beschluß über die Auflösung muß mit mindestens Dreiviertel der anwesenden,
stimmberechtigten Mitglieder erfolgen.
III. Über die Verwendung des Vermögens entscheidet die Mitgliederversammlung.




Diese Vereinssatzung wurde durch die Jahreshauptversammlung der Deutschen Standard-Wellensittich-Züchter-Vereinigung e.V. am 19. Mai 2001 in Berlin-Pankow mit 30 Ja-Stimmen bei 1 Gegenstimme und 1 Enthaltung angenommen.
Diese Satzung war zuvor im Organ der DSV „DSV-Nachrichten“, Ausgabe Januar 2001, veröffentlicht worden.