Die DSV trauert um
Nachruf
Unser langjähriges Mitglied, ehemaliges Mitglied im Vorstand und Sprecher des Ehrenrates
Rudolf Böckem
ist am 2. November 2025 im Alter von 90 Jahren von uns gegangen.
Rudolf trat im Jahr 1970 in die DSV ein und hatte die Mitgliedsnummer 690. Er war aktiv in der Ortsgruppe Köln und hatte schnell Freunde im Kreis der dortigen Züchter gefunden.
Die Grauflügel hatten es ihm besonders angetan. Als Züchter war es ihm gelungen,
besondere und hoch dekorierte Wellensittiche in diesem Farbschlag zu züchten. Auch andere Farben züchtete er erfolgreich, aber immer wieder waren es die Grauflügel, die für ihn eine besondere Herausforderung darstellten.
Bei den Ortsgruppen Köln und Niederberg hat er regelmäßig ausgestellt, genauso wie auf vielen Bundesschauen.
Im Jahr 1973 war es mir gelungen, ihn für das Amt des Kassierers der DSV zu gewinnen. Ich schätzte sehr seine sachliche und zuverlässige Art, dieses Amt zu führen. Im Jahr 1979 schieden wir beide aus dem Vorstand aus und kandidierten nicht nochmals.
Aus dieser Zeit finden wir auch einige Fachberichte von ihm, zumeist über den Besuch englischer WS-Ausstellungen.
1993 wurde er von der Mitgliederversammlung in den Ehrenrat berufen, die Funktion des Sprechers hat er dann 1997 von Werner Remer übernommen.
Im Jahr 1998 stand die DSV am Scheideweg. In dieser für den Verein kritischen Zeit gelang es ihm, auf der Mitgliederversammlung dieses Jahres wieder Ruhe und Sachlichkeit in die DSV zu bringen. Am Ende des Tages hatte die DSV einen neuen Vorstand, erst einmal kommissarisch, der dann auf einer außerplanmäßigen Mitgliederversammlung später ihm Jahr von den Mitgliedern bestätigt wurde. Es ist sein besonderer Verdienst, in dieser Phase mit Umsicht und Geschick die DSV wieder auf einen positiven Weg geführt zu haben.
Im Jahr 2022 schlug der Gesamtvorstand Rudolf Böckem zum Ehrenmitglied der DSV vor, die Mitglieder stimmen diesem Vorschlag einstimmig zu.
Bis zuletzt war Rudolf Sprecher des Ehrenrates.
Die DSV wird ihm für immer ein ehrendes Andenken bewahren.
Für die DSV
Gerd Bleicher